Achtung!
 
Was viele nicht wissen

Kennst du das? Du bist heilfroh, dass du die Kröte nicht "plattgefahren" hast, sondern langsam und geschickt über sie hinweggefahren bist. Ein genauer Blick nach hinten würde dich jedoch eines Besseren belehren. Die Kröte ist tot. Wie konnte das passieren, du weißt doch genau, dass du sie nicht erwischt hast?!
 




Hilf mir!
 Schützen statt töten.

 

Hüpfendes Herbstlaub?
Auf der Straße sehen sie im ersten Moment aus wie vertrocknetes Laub – aber wenn "das Laub" dann springt und wir erkennen, dass Kröten sind, ist es oft schon zu spät...

Sobald die Temperaturen nachts steigen, erwachen sie aus ihrer Winterstarre: die faustgroßen Erdkröten machen sich, wie miteinander abgesprochen, aus allen Richtungen auf die Wanderung zu ihren Laichgewässern. Diese Wanderungen sind für die Tiere lebensgefährlich.

Im Frühtau zu Berge...
Die Amphibien wandern von Mitte Februar bis etwa Ende April. Hauptsächlich sind sie in feuchtwarmen Nächten unterwegs. Während im Flachland die Tiere schon zu ihren Laichgewässern unterwegs sind, halten sie in einigen Mittelgebirgen noch Winterruhe. Häufig kann man beobachten, dass die Weibchen ihre viel kleineren Männchen auf dem Rücken "huckepack" über die Straße tragen.

Nach der Eiablage – die immer im selben Gewässer/Teich stattfindet, in dem die Kröte auch schon geboren wurde – verlassen sie diesen wieder, um den Sommer auf Wiesen und in Gärten zuzubringen. Im Herbst vergraben die Erdkröten sich wieder im Laub und warten auf das nächste Frühjahr, in dem sich alles wiederholt. Leider auch der Tod.

Ich bremse für Kröten!

 

Zerplatzen oder zerquetscht werden?
Während der Fahrt baut sich vor einem normalen Pkw ein Überdruck auf. Diese Druckwelle fegt über den weichen Tierkörper hinweg und quetscht die Kröte somit regelrecht zusammen.

Bei tief liegenden Sportwagen entsteht kein so starker Überdruck. Allerdings wird hier unter dem Wagen ein so enormer Unterdruck erzeugt, dass die Kröte regelrecht platzen kann.

Du hast eine Wahl.
Die Kröte nicht.

Nicht immer sterben die Amphibien durch über sie hinwegrollende Fahrzeuge. Entscheidend ist nämlich die Geschwindigkeit des Autos!

Eine gute Überlebenschance haben die Kröten nicht nur bei Slalomfahrten, sondern auch bei reduziertem Tempo von 30 km/h.

Die auf Hinweisschildern maximal zugelassene Geschwindigkeit von 50 km/h ist also noch zu hoch!
©Teile der Textpassage: www.nabu.de



©Pro Natura, F. Labhardt

 

© Foto: BUND Trier-Saarburg
Merke: Besser den Prinzen in der Hand
als die Taube auf dem Dach.
;-)




Die Kröte ekelt uns nicht.
Das kann sie gar nicht.
WIR ekeln UNS ganz allein.


Auch wenn du Kröten (bisher) vielleicht "ekelig" findest – überlege einmal: ist es nicht ein erhebender Gedanke, ein lebendes Wesen vor dem Tod zu retten anstatt dessen Tod zu verursachen?

In dem Moment, wo man sich bewusst mit dem Tier beschäftigt und es bewusst studiert, verschwinden viele Ängste und Fobien. Das habe ich selbst erfahren. Zum Beispiel hat das Fotografieren mir viele Tiere (Spinnen u.a.) näher und Berührungsängste zum Verschwinden gebracht.
©der restlichen Seite: www.brocara.de

Wer hat mehr zu verlieren?
Es sind maximal ein paar Minuten deines ganzen Lebens, die du durch langsameres Fahren
auf dem Stückchen "Krötenweg" an Zeit verlieren wirst.

Die Kröten allerdings verlieren in paar Minuten ihr ganzes Leben.